A coaster from Norway - Ein K?mo aus Norwegen

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  • Dierk Bauer
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    • Oct 2012
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    #1

    A coaster from Norway - Ein K?mo aus Norwegen

    Another "little" story, once posted .....

    A coaster from Norway

    Hello from Hamburg, like to post again my small story. During our aprenticeship with Otto A. M?ller, we were allowed too to work as waterclerk, enabling us to get out of the office (Freedom) getting onboard the ships which I greatly enjoyed. Here it is:

    A coaster from Norway


    At Otto A. M?ller, the apprentices at the end of the second year had to do the task of the waterclerk.. We had to manage everything on our own, of course with guidance of the experienced staff. One day I got the order to act as waterclerk for a small norwegian coaster, bringing a cargo of several hundred tons of marblesplit to Hamburg. Upon leaving Trondheim in Norway, the captain cabled his ?eta?. For this date I had to order everything what is necessary, from the berth at the jetty, Harbourpolice, Customs, boatmen etc. The captain was instructed to let us know as soon as possible if his ?eta? would be changed. In Hamburg his cargo of marblesplit was due to be loaded from his ship into waiting riverboats, in order to be shipped to Berlin on the river Elbe. His ?eta?, the date was March 1970 - 2a.m., wasn`t changed and we heard nothing from the ship. The riverboats were ordered by the shippingcompany and arrived at their berth at the jetty ?Gro?e Elbstra?e Altona? of Otto A. M?ller. Before leaving home in order to get on board upon arrival of the ship, did I inquire at the ?Schiffsmeldedienst? (shipsreportingservice) if the vessel passed Stadersand. Then it was time to leave in order to be at the jetty on time. But they couldn`t report any sighting. In 1970 we didn`t had the radarcoverage and modern communicationtechnic of today. So in order not to be late, I left home and drove to the jetty at the Fischereihafen Altona. I went into the customsoffice, luckily in the building of the Fischereihafen, and waited with the officials from the harbourpolice and customs. But no ship arrived and no news could be obtained, Early in the morning, after some hours did we get the confirmation that this coaster wasn`t on the Elbe and we left the jetty. Later in the homeoffice did we inquire where the ship was. The agent in Norway had no information , the ship didn`t answer radiocalls, so we heard that the norwegian coastguard was looking for the missing ship. In Hamburg we still waited. After a week we received the good news that the ship wasn`t sunk and the crew still alive.
    The ship was still in Norway in the port of Stavanger. Now did we get a new ?eta? from the captain, but he had a lot to explain. The riverboats, which were about to be send away, had to stay. The coaster arrived NOW on time. I wasn`t allowed to do the clearance alone, but I was glad, because my collegue had to give the captain the bad news that this time he earned nearly nothing. He explained to his agent and also to us that before reaching Stavanger he got sick and had to enter the port. There a part of his crew and a mate deserted and he had to look for replacements. Only after several days did he inform his agent and the people in Hamburg about his situation. I believe now he was realy in trouble.His agent wanted to cancel his contract and the shipping firm gave him a cheque of only 300 Deutschmarks. All the riverboats were on demurrage and this and other extra cost were deducted too from his freight I felt pity for him, he was a frail old man, but there was nothing what i could have done for him.
    This was my most curious experience as waterclerk

    Dierk Bauer 12-16-2010 10:25 AM
    A Coaster from Norway

    Hallo aus Hamburg, hier noch einmal meine kleine Geschichte auf deutsch:

    Ein K?mo aus Norwegen

    Bei der Reederei Otto A. M?ller, mussten die Lehrlinge ab Ende des zweiten Lehrjahres die Aufgaben des Klarierungsagenten (waterclerk) ?bernehmen. Wir mussten alles selbst?ndig ausf?hren, nat?rlich mit Hilfestellung der erfahrenen Mitarbeiter. Eines Tages erhielt ich den Auftrag die Klarierung eines norwegischen K?mo`s zu ?bernehmen, der eine Ladung von mehreren hundert Tonnen Marmorsplitt nach Hamburg bringen sollte. Nach Auslaufen aus Trondheim in Norwegen sendete der Kapit?n sein ?eta? (Abk. f?r expected time of arrival oder in deutsch voraussichtliche Ankunftszeit) F?r diesen Termin musste ich alles was notwendig war bestellen, wie Liegeplatz am Kai, Wasserschutzpolizei, Zoll, Festmacher, etc.
    Der Kapit?n hatte Anweisungen uns sobald wie m?glich wissen zu lassen falls sich sein ?eta? ?ndert. Die Ladung Marmorsplitt sollte in Hamburg auf wartende Binnenschiffe umgeschlagen werden, um dann weiter nach Berlin bef?rdert zu werden. Sein ?eta?, irgendwann im M?rz um 2 Uhr morgens, wurde nicht ge?ndert und wir erhielten auch keine weiteren Nachrichten von dem Schiff. Die Binnenschiffe wurden vom Verlader geordert und machten am Kai der Verladeanlage von Otto A. M?ller in der Gro?en Elbstrasse in Hamburg-Altona fest. Bevor ich das Haus verliess, fragte ich beim Hamburger Schiffsmeldedienst nach, ob das Schiff Stadersand passiert hatte, denn dann wurde es Zeit loszufahren um p?nktlich am Kai zu sein. Aber sie konnten nichts sagen. Im Jahr 1970 hatte man noch nicht die perfekte Radar?berwachung oder die moderne Nachrichtentechnik von heute. Deshalb fuhr ich trotzdem los um nicht zu sp?t am Kai am Altonaer Fischereihafen anzukommen. Ich ging in das Zollamt., das sich gl?cklicherweise im Geb?ude des Fischereihafens befand und wartete dort mit den Beamten von der Wasserschutzpolizei und dem Zoll auf das Schiff. Aber es kam kein Schiff und es gab auch keine weiteren Informationen. Am fr?hen Morgen, nach einigen Stunden erhielten wir die Best?tigung dass das Schiff nicht auf der Elbe war und wir verlie?en den Kai. Im Stadtb?ro versuchten wir Informationen zu erhalten, wo sich das Schiff befand. Der norwegische Makler des Schiffes hatte keine Informationen erhalten und es wurde auch nicht auf Funkspr?che geantwortet. Deshalb, so h?rten wir wurde auch von der norwegischen Marine nach dem Schiff gesucht. In Hamburg wurde weiter gewartet. Nach einer Woche erreichte uns die erl?sende Nachricht, das das Schiff nicht gesunken und die Besatzung wohlauf sei. Das Schiff war immer noch in Norwegen und zwar lag es jetzt in Stavanger. Nun erhielten wir vom Kapit?n, der auch Eigner war, ein neues ?eta?, aber er hatte einiges zu erkl?ren. Die Binnenschiffe, die schon weggeschickt werden sollten, mussten bleiben. Das K?mo kam nun p?nktlich an. Ich durfte die Klarierung jetzt nicht mehr alleine machen, aber ich war dar?ber froh, denn der Kollege musste dem Kapit?n die schlechte Nachricht ?bermitteln, dass er diesmal so gut wie nichts verdient hatte. Er erkl?rte seinem Makler und uns, dass er kurz vor Stavanger krank geworden sei und den Hafen anlaufen musste. Dort sei ihm ein Teil der Besatzung desertiert und er musste sich um Ersatz k?mmern. Erst nach einigen Tagen hatte er seinen Makler und die Leute in Hamburg ?ber seine Lage informiert.
    Ich glaube, nun war er wirklich in Schwierigkeiten. Sein Makler wollte seinen Vertrag k?ndigen und vom Verlader in erhielt er nur einen Scheck ?ber DM 300,- Alle Binnenschiffe waren auf ??berliegegeld? und dies und weitere Extrakosten wurden ihm von seiner Fracht abgezogen. Ich hatte Mitleid mit ihm, denn er war ein alter, gebrechlicher Mann, aber es gab nichts was ich f?r ihn h?tte tun k?nnen.
    Dies war mein merkw?rdigstes Ereignis w?hrend meiner Klarierungst?tigkeit.

    Dierk Bauer 01-21-2011 08:48 PM
    Best wishes, stay safe and take care
    Dierk
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